Stream-Planer: Wer streamt was?

Von Jens Fischer am 20.07.2021 • Bild: Unsplash
Das Bild zeigt: Theater gucken vom Sofa – mit unserer Streaming-Liste

Welche Streaming-Angebote im deutschsprachigen Theater gibt es? Wie sind die Kosten und Anmeldeoptionen? Nutzen Sie unsere täglich aktualisierte Liste und schauen Sie Theater daheim! Die Liste ist, ausgehend vom aktuellen Datum, nach unten in Richtung Zukunft sortiert.


24., 25., 26, 27., 28., 29., 30., 31.7. und 1.8.2021 / ganztags / Staatsoper Hannover: Özkan Ayik, Alessandra La Bella, Francisco Baños Diaz, Lilit Hakobyan, Robert Robinson, Verònica Segovia Torres, Michèle Stéphanie Seydoux, Giovanni Visone und Nikita Zdravkovic: All you can dance
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Das Ensemble des Staatsballetts Hannover sammelt erste Erfahrungen als Choreografen. Neben der Entscheidung, mit wem man zusammenarbeiten möchte, geht es dabei auch um die Wahl der Musik, die Planung der Proben sowie um Kostüm und Licht – und natürlich die Bewegungen im Raum. Neun Tänzer haben sich der Aufgabe gestellt, ihre choregrafischen Ideen für die Kamera zu konzipieren und an verschiedenen Orten der Stadt umzusetzen. Dabei sind ganz unterschiedliche Tanzkunstfilme entstanden.


24., 25., 26., 27., 28., 29., 30.7.2021 / ganztags / Oper Halle: Sara Glojnarić und Clemens Meyer: Im Stein
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Die Komponistin und Soundkünstlerin Sara Glojnarić verfolgt einen intermedialen kompositorischen Ansatz mit einem besonderen Interesse an zeitgenössischen theatralischen und multimedialen Formen. Entsprechend ist ihre Annäherung an einen Roman als Grundlage für ein neues großes Musiktheaterwerk eine hybride Form: Musik, Text, Show, Performance und Film verbinden sich zu einem starken Vorschlag für ein zeitgemäßes Musiktheater, dessen Klangbild ebenso mit den Sounds der späten 80er, 90er und frühen 00er Jahre spielen wird, wie mit der Überwältigungsmaschinerie der sogenannten Großen Oper und der widerständigen Praxis Neuer Musik. Das vierte Auftragswerk der Oper Halle stellt sich in der Regie von Michael v. zur Mühlen auch den großen Themen der Operngeschichte von Aufstieg und Fall, Gier, Zärtlichkeit, Eros und Thanatos und Erlösungsphantasien in einer entzauberten Welt.


24.7.2021 / 18 Uhr / 26.7. bis 26.8.2021 / ganztags / Bayerische Staatsoper: Münchner Opernfestspiele: Wolfgang Amadeus Mozart: Idomeneo
(Video-on Demand, kostenfrei)
Musikalische Leitung: Constantinos Carydis, Inszenierung: Antú Romero Nunes, in italienischer Sprache, mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache.


24.7.2021 / 20 Uhr / Schauspiel Leipzig: Marco Damghani: Die Leiden des jungen Azzlack
(Video-Stream, Tickets: 8, 15 Euro)
Das szenische Projekt erlebt mit Schauspieler Eidin Jalali unter der Regie Marco Damghani digitale Uraufführung. Es verhandelt den Alltag des jungen A. Er lebt in Europa und in einem seit Generationen von Einwanderung geprägten Land. In seinem Alltag wird er immer wieder mit Fragen konfrontiert, die sich einst ein junger Mann namens Werther nicht stellen musste, ein Anton, Benedikt oder Claudius wohl selten stellen muss. Auch wenn sein Name für manche fremd klingt, hat er den gleichen Pass wie sie und erzählt seine Geschichte von seinem Standort aus, aus Deutschland.


Ab 25.7.2021 / 21 Uhr / anschließend bis auf Weiteres / ganztags / Staatstheater Nürnberg: Goyo Montero: Blitirí
(Video-Stream, kostenfrei)
In enger Zusammenarbeit mit dem Videografen Stefan Kleeberger hat der Ballettdirektor zu „Blitirí (UA)“ eine künstlerisch für sich stehende Filmfassung erarbeitet. Die Choreografie hat einen starken Bezug zur Musik: Owen Belton stellt klangvolle Verbindungen zum Gesamtkonzept der Choreografie sowie eine musikalische Brücke zu den weiteren Musiktiteln her: Mozarts G-Dur-Variationen über „unser dummer pöbel meint“ in der Interpretation des Pianisten Friedrich Gulda, Bobby McFerrins Interpretation des Beatle-Songs „Blackbird‟ sowie PJ Harveys Punkrock-Ballade „Rid of Me“.


31.7.2021 / 17 Uhr / 2.8.2021 / 19 Uhr / 3.8.2021 / 0 bis 19 Uhr / Bayerische Staatsoper Münchnen: Richard Wagner: Tristan und Isolde
(Video-on Demand, kostenfrei)
In deutscher Sprache, mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache. Regie: Krzysztof Warlikowski, Bühne und Kostüme: Małgorzata Szczęśniak, musikalische Leitung: Kirill Petrenko.


Bis 31.7.2021 / ganztags / Bayerische Staatsoper München: Gordon Kampe: Spring doch
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Wenn Lena im Turnunterricht nicht wieder als Letzte in die Mannschaft gewählt worden wäre, hätte sie sich nie zu dem Satz hinreißen lassen: „Ich springe heute Nachmittag vom Dreier!“ Eine Mutprobe – aber auch ein Akt der Emanzipation, der Befreiung und der Selbstüberwindung. Leider ist die geplante Uraufführung der Kinderoper ab 6 Jahren. pandemiebedingt geplatzt. Aber das Team hat aus der Not eine Tugend gemacht und eine neue künstlerische Herausforderung angenommen. Mit Hilfe eines Greenscreens und Animationen wird die Geschichte von Lenas großen und kleinen Herausforderungen vor dem großen Sprung im Stil von David Böschs Inszenierung nacherzählt. Die Orchestrierung für die Filmmusik wurde von Gordon Kampe auf Klavier und Schlagzeug reduziert, der Kinderchor ist dazugeschnitten. Die musikalische Leitung der Filmmusik liegt bei Andreas Fellner.


Bis 31.7.2021 / ganztags / Landestheater Niederbayern: Johann Wolfgang von Goethe: Urfaust
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Anders als in „Faust. Der Tragödie erster Teil“ ist diese Version ganz vom Zeitalter des Sturm und Drang geprägt: in der Sprache ungeschliffener und kräftiger, die Handlung mehr auf die Liebesgeschichte eines jungen Intellektuellen fokussiert und weniger auf das metaphysische Menschheitsdrama zwischen Himmel und Hölle. Inszenierung: Peter Oberdorf.


Bis 31.7.2021 / ganztags / Theater Osnabrück: Katherine Anne Porter: Das Narrenschiff
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Zum Ende der Intendanz von Ralf Waldschmidt inszeniert Schauspieldirektor Dominique Schnizer ein Filmessay, der auch einen Blick hinter die Kulissen auf das Entstehen einer Theaterproduktion wirft. Ein letztes Mal noch ist das gesamte Schauspielensemble zu sehen, ob in den Figuren des Stücks oder in Interviews. Dann schon bald hat zumindest dieses „Schiff voller Narren“ seinen Heimathafen erreicht …
 

Bis 31.7.2021 / ganztags / Landestheater Niederbayern: Johann Strauss: Die Fledermaus
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Das Landestheater Niederbayern präsentiert die Operette in Wienerischer Kaffeehausatmosphäre in einer Fassung für Klavier und Streichquartett. Musikalische Leitung: Basil H. E. Coleman. Inszenierung: Stefan Tilch.
 

Bis 31.7.2021 / ganztags / Theater Gütersloh: Joachim Zelter: Der Virologe
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Das Team um den Künstlerischen Leiter Christian Schäfer und die Gütersloher Filmemacher Marwin Gansauge und Kai Uwe Oesterhelweg hofft, mit „Der Virologe“ einen Schlusspunkt unter die coronabedingten Online-Produktionen setzen zu können. Zur Handlung schreibt das Theater: „Wenn der Kneipenwirt Willy Vogt nach einem endlosen Lockdown am Ende seines Geldes ist und auf die Idee kommt, seinen berühmten Flammkuchen Tarte à la Willy bei einem Virologenkongress feilzubieten, dann ist das nur der Auftakt zu einem aberwitzigen Schelmenstück, in dem die Zahlen zu tanzen beginnen und Willy Vogts Stern unaufhaltsam aufsteigt – bis zu den Pforten des Kanzleramts und den innersten Weihen politischer Macht.“


Bis 31.7.2021 / ganztags / Landestheater Niederbayern: Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Musikalische Leitung: Basil H. E. Coleman, Inszenierung: Christiane Piegger.


Bis 31.7.2021 / ganztags / Theater Kiel: Sebastian Kreuzer: Tanz des Lebens
(Video-on-Demand, Tickets: 4 Euro)
Schauspieler Sebastian Kreuzer, Ensemblemitglied am Jungen Theater im Werftpark Kiel, präsentiert einen Solo-Abend über den Widerstandskämpfer Sylvin Rubinstein. Er versteckte jüdische Kinder und übte Attentate auf Nationalsozialisten aus – geschminkt und in Frauenkleidern. Szenische Einrichtung und Dramaturgie: Annika Rohde.


Bis 31.7.2021 / ganztags / Landestheater Niederbayern: Giacomo Puccini: Madama Butterfly
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Mit großem Einfühlungsvermögen zeichnet der Komponist das Portrait einer bedingungslos liebenden Frau zwischen Traum und Sehnsucht, Hoffnung und Enttäuschung, Liebe und Verzweiflung. Musikalische Leitung: Basil H. E. Coleman, Inszenierung & Choreografie: Jonathan Lunn & Amir Hosseinpour.


Bis 31.7.2021 / Theater Koblenz: Wilhelm Jacoby und Carl Laufs: Pension Schöller
(Video-Stream, Tickets: 9 Euro)
Die Inszenierung von Christian Schlüter des vor 130 Jahre uraufgeführten Komödienklassikers wurde den aktuellen behördlichen Vorgaben entsprechend adaptiert und für den Online-Spielplan aufgezeichnet.


Bis 8.8.2021 / ganztags / Theater Koblenz: Martin Crimp: Auf dem Land
 (Video-on-Demand, Tickets: 9 Euro)
Eines Abends steht Richard in der Tür seines abgeschiedenen Hauses, auf seinen Armen eine bewusstlose Frau. Am Straßenrand habe er sie entdeckt, erzählt er seiner Frau, und aus ärztlicher Beistandspflicht mitgenommen. Nach und nach stellt sich jedoch heraus, dass diese Frau seit Langem seine Geliebte ist … Regie: Caro Thum.


Ab 13.8.2021 bis 13.11.2021 / Staatstheater Braunschweig: Antonín Dvořák: Rusalka
(Video-Stream, kostenfrei)
Die Bühnenpremiere wurde im November vom zweiten Lockdown gestoppt. Dirk Schmeding (Regie), Srba Dinić (Musikalische Leitung) und ihr Team aber konnten die Probenarbeit mit dem Sängerensemble und einer aufgrund der Hygienevorschriften reduzierten Orchesterbesetzung zu Ende führen und aufzeichnen. Die Titelpartie wird von Julie Adams verkörpert, die eigentlich für die New Yorker Met gebucht war, aber durch den Komplett-Abbruch der dortigen Spielzeit für Braunschweig frei geworden ist.



13., 27.8.2021 / 19.30 Uhr / Wuppertaler Bühnen: Luigi Nono: Intolleranza 2021
(Video-Stream)
Regie-Altmeister Dietrich W. Hilsdorf, Bühnenbildner Dieter Richter und Kostümbildnerin Nicola Reichert verorten die Handlung konkret in unserer Realität und fragen nach der Aktualität dieses politisch aufgeladenen Stoffes in der von Krisen zutiefst verunsicherten Welt des 21. Jahrhunderts.


Bis 13.8.2021 /ganztags / Staatsoper Hannover: Marco Goecke: Wir sagen uns Dunkles
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Inspiriert von der Beziehung zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan erkundet Marco Goeckes Choreografie das Verborgene und Zerbrechliche in zwischenmenschlichen Beziehungen. Für den Tanzfilm hat das Niedersächsische Staatsorchester Kompositionen von Franz Schubert und Alfred Schnittke aufgenommen, die auf Klänge der britischen Rock-Band Placebo treffen.

15.8.2021 / 17 Uhr / anschließend bis 31.12.2021 / ganztags / Theater Kiel: Christian Himmelbauer: Wolfgang Wunderkind
(Video-Stream, Tickets: 6 Euro)
Eine musikalische Reise durch eine besondere Kindheit. Autor und Regisseur Christian Himmelbauer stellt einen Jungen vor, der früh ein Star war und später einer der größten Komponisten aller Zeiten wurde: Wolfgang Amadeus Mozart (Simon Burghart). Er musste früh lernen, mit seinem großen Talent zu leben – trotzdem hat er sich sein inneres Kind immer bewahrt.


Bis 11.9.2021 / ganztags / Staatsoper Hamburg: Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Regisseurin Amélie Niermeyer stellt das Thema der fehlenden geschlechtlichen Gleichberechtigung in den Fokus und hebt hervor, dass die Macht noch immer vorwiegend in Männerhand liegt. Die russische Koloratursopranistin Venera Gimadieva ist als Titelheldin zu erleben. Ihren Geliebten Sir Edgardo di Ravenswood verkörpert der Tenor Francesco Demuro. Die Neuproduktion hatte am 20. März 2021 ihre Premiere ohne Publikum, gezeigt wird die Aufzeichnung vom 11. Juni 2021.


Bis auf Weiteres / ganztags / Staatstheater Braunschweig: Digitale Bühne: Fenster zum Freien Theater: Theater Grand Guignol: Simon Paul Schneider: Das Gewicht der Steine
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Das Theater Grand Guignol hat es sich zur Aufgabe gemacht von Menschen zu erzählen, deren Lebensgeschichten aus dem normativen Rahmen fallen. Die archetypischen Figuren des Kasperletheaters werden genutzt, um die wahren Identitäten der Protagonisten zu verschleiern und somit einen unverstellten Blick zu ermöglichen. Das neue Stück „Das Gewicht der Steine“, die Uraufführung sollte am 2. April 2021 im Braunschweiger Lindenhof stattfinden, beschäftigt sich mit der deutschen Vergangenheit. Text, Regie und Bühne Simon Paul Schneider.


Bis auf Weiteres / ganztags / Staatsoper Hannover: Mission Lauschangriff
(Video-Online-Spiel, kostenfrei)
Mit dem interaktiven Audio- und Video-integrierten Brett- und Rollenspiel bietet der Club XS seinem Publikum ein hybrides Spielkonzept, mit dem es selbst am Schaffensprozess eines Musiktheaterstückes teilhaben kann. 16 Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren lassen durch ihre Handlungsaufforderungen das heimische Wohnzimmer zur gemeinschaftlichen Live-Bühne werden. Dafür bricht das Publikum in ein Labyrinth auf, um sich selbst in diversen Ausdrucksformen des Musiktheaters zu erproben und dadurch schließlich die geraubte Musik aus den Klauen eines Drachens zu befreien.er Hannover, Holland Festival und Dutch National Opera.


Bis 17.10.2021 / ganztags / Deutsche Oper am Rhein: Boris Blacher: Romeo und Julia
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Unter der musikalischen Leitung von Christoph Stöcker wurde die Kammeroper aus sechs Kameraperspektiven im Theater Duisburg aufgezeichnet. Regisseur ist Manuel Schmitt. In deutscher Sprache, mit englischen, französischen und deutschen Untertiteln und zusätzlich automatischer Übersetzungen in mehr als hundert andere Sprachen.
 

Bis 31.10.2021 / ganztags / Theater Kiel: Patricia Windhab und Sebastian Kreuzer: Peter Pan
(Video-on-Demand, Tickets: 5 Euro)
Die Ensemblemitglieder Patricia Windhab und Simon Burghart haben sich den mehr als 100 Jahre alten Roman vorgenommen, um die fantastische Geschichte von Peter Pan und Wendy in eigener Übersetzung und spezieller Form zu erzählen. Sie spielen zu zweit alle Rollen, produzieren alle Geräusche in schillernden Klangfarben selbst und haben Liedtexte geschrieben, die die Handlung umrahmen und vorantreiben.


Bis auf Weiteres / ganztags / Theater Osnabrück: Rebekka Kricheldorf: Das Waldhaus
(Video-on-Demand, Tickets: 9 Euro)
Die Genres des Psychothrillers und des Horrors waren seit den frühen Siebziger-Jahren des 20. Jahrhunderts Spiegel- und Zerrbild gesellschaftlicher (Fehl-)Entwicklungen. In diesem Geiste schreibt Rebekka Kricheldorf in ihrem Auftragswerk für das Theater Osnabrück einen Thriller über Verschwörungstheorien und eine dunkle Parallelgesellschaft – als Abrechnung mit dem gefährlichen Gedankengut des germanisch-braunen Sumpfes.


Bis auf Weiteres / ganztags / Junges Staatstheater Braunschweig:  Iris Kleinschmidt und Mike Garling: Isola
(Video-Stream, kostenfrei)
Während des Lockdowns haben sich zwölf Jugendliche des Braunschweiger Kinder- und Jugendchors Belcanto digital getroffen, Texte geschrieben und eine Playlist dieser Zeit erstellt. Daraus entstanden ist eine Revue, die als Videokonferenz ihre Premiere feiern wird. Ein Projekt von Iris Kleinschmidt und Mike Garling.



Bis auf Weiteres / ganztägig / Komische Oper Berlin: Wolfgang Amadeus Mozart: Don Giovanni
(Video-on-Demand, Ticket: 10 Euro)
Zdeněk Košler dirigiert Mozarts Meisterwerk. Regie: Walter Felsenstein. Er wagte sich erst spät an diese „Oper aller Opern“, die nach dem technischen Umbau der Komischen Oper zur Wiedereröffnung 1966 herauskam.


Bis auf Weiteres / ganztags / Staatsoper Hannover: Club Tanz: Bettina Stieler, Louise Dunger, Philipp Contag-Lada: Zwischen den Zeilen
(Interaktives Video, kostenfrei)
Die Grundidee entstand beim Lesen von Mary E. Garners „Das Buch der gelöschten Wörter“: Aus einer geheimen Zentrale kann man in magische Buchwelten aller existierenden Bücher springen, dort lassen die Jugendlichen eigene choreografische Geschichten entstehen oder tanzen in der beschriebenen Natur des Buches. In der digitalen Umsetzung stellt sich dem Publikum die Frage, durch welche Tür es gemeinsam mit den Jugendlichen in welche Tanzwelt springen will, um zu erleben, was sich dahinter verbirgt.


Bis auf Weiteres / ganztägig / Komische Oper Berlin: Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro
(Video-on-Demand, Ticket: 10 Euro)
Regie: Walter Felsenstein. Nachdem er für die Berliner Inszenierung von 1950 die deutsche Textfassung gründlich revidiert hatte, legte er der Neueinstudierung von 1975 eine Neuübersetzung zugrunde. Das szenische Resultat feierte am 26. Februar 1975 Premiere und wurde vom Feuilleton über die Grenzen der DDR hinaus begeistert aufgenommen. Im Juli 1976 fand die Aufzeichnung der Inszenierung statt. Dieses einzigartige Filmdokument wurde auf Initiative der Walter Felsenstein Erbengemeinschaft aufwendig restauriert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Bis auf Weiteres / ganztags / Horns Erben Leipzig: Theater Adolf Südknecht: Adolf Südknecht macht rüber!
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Das Theater stellt vor dem Hintergrund der heraufziehenden deutsch-deutschen Teilung seine Titelfigur vor die Zerreißprobe: Flucht versus Zukunftslosigkeit. Die Theaterserie wird in Leipzig seit 2012 gespielt. Die neue Episode wurde live von einem Dutzend Kameras aufgezeichnet – in kleiner Besetzung, ohne Zuschauer und in einem Rutsch durchimprovisiert.


Bis auf Weiteres / ganztags / Staatsoper Hannover: Soft Valkyrie – nach Richard Wagner
(Podcast, kostenfrei)
Der Komponist und Spieledesigner David Kanaga hat Wagners berühmte Oper in einen zeitgenössischen Podcast verwandelt. Die Besetzung führt internationale Stars unterschiedlicher Genres zusammen. Als Siegmund ist der ghanaische Rapper und Produzent Bryan the Mensah zu hören. Ihm zur Seite steht als Sieglinde Hailey Clark, Sopranistin an der Staatsoper Hannover. Hunding wird von Attila Csihar gesungen, der vor allem aus seiner musikalischen Arbeit mit der Black-Metal-Band Mayhem bekannt ist. Der niederländische Bariton Mattijs van de Woerd, die amerikanische Sopranistin Nadine Secunde und Sopranistin Claron McFadden sind als Wotan, Fricka und Brünnhilde zu erleben. Als Erzähler führt Stephen Fry durch den Podcast. Eine Koproduktion von Staatsoper Hannover, Holland Festival und Dutch National Opera.


Bis auf Weiteres / ganztags / Nationaltheater Mannheim: Jean-Philippe Rameau: Hippolyte et Aricie
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Als Vorlage für sein Erstlingswerk hat Rameu die „Phädra“-Tragödie Racines gewählt. Regisseur Lorenzo Fioroni will dem revolutionären Genie Rameaus nachspüren und der Oper gemeinsam mit dem Barockspezialisten Bernhard Forck zur (nachgeholten) Mannheimer Erstaufführung verhelfen.


Bis auf Weiteres / ganztags / Münchner Volkstheater: Spielzeit
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Regiestudierende der HFF München haben eine Webserie entwickelt und diese mit dem Ensemble des Münchner Volkstheaters umgesetzt. Arthur Schnitzers „Reigen“, der vor fast 100 Jahren in Berlin uraufgeführt wurde, bildet die Vorlage für kurze, pointierte Szenen, die Einblicke in den Theateralltag und Probenwahnsinn in einer besonderen Zeit geben. Gezeigt wird der Versuch, Kunst zu produzieren während einer Pandemie.
 

Bis auf Weiteres / ganztägig / Komische Oper Berlin: Leoš Janáček: Das schlaue Füchslein
(Video-on-Demand, Ticket: 10 Euro)
Regie: Walter Felsenstein. Felsensteins Inszenierung sollen die philosophischen Tiefen des Stücks durch eine dramaturgisch klar gegliederte Handlung verdeutlicht werden und die charakterlichen Parallelen zwischen Mensch und Tier zur Geltung kommen. Die Oper blieb in Deutschland zunächst erfolglos. Erst die neue Bearbeitung und Inszenierung von Felsenstein brachte mit insgesamt 218 Vorstellungen einen bahnbrechenden Erfolg. Die Premiere von „Das schlaue Füchslein“ war am 30. Mai 1956, die vorliegende Aufzeichnung fand 1965 im Studio Adlershof während der Umbauten der Komischen Oper statt.


Bis auf Weiteres / ganztags / Staatstheater Cottbus: Antigone Neuropa
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Die Uraufführung des polnisch-luxemburgischen Regisseurs Filip Markiewicz und der Schauspieldirektorin des Staatstheaters, Ruth Heynen, feierte 2020 in Kooperation mit dem Lausitz Festival im Hangar 5 auf dem Flugplatz Cottbus Premiere. Schauspiel, Tanz, Musik, Gesang und Videokunst sollen in der Video-Aufzeichnung zu einer sinnlichen Performance verschmelzen. Es  kommen Texte von Sophokles, Seamus Heaney, Judith Butler, Hannah Arendt, Luce Irigaray, Slavoj Žižek und des Regisseurs zu Gehör.


Bis auf Weiteres / ganztags / Landestheater Niederbayern: Rainer Werner Fassbinder: In einem Jahr mit 13 Monden
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Der Film, der als Bühnenfassung am Landestheater Niederbayern zu sehen war, kommt nun wieder als Theaterfilm zum Publikum. Er lässt sich sowohl als eine Abrechnung mit dem von Geldgeschäften beherrschten Großstadt-Milieu verstehen, wie auch als eine Verarbeitung einer privaten Tragödie: Fassbinders Freund nahm sich das Leben, nachdem der Filmemacher sich von ihm trennen wollte. Regie: Claus Tröger.


Bis auf Weiteres / ganztägig / Theater Krefeld MönchengladbachBeuys' Küche
(Video-Stream, kostenfrei)
Joseph Beuys kam 1921 in Krefeld zur Welt. Mit „Beuys‘ Küche” konzipiert Regisseur und Theatererforscher Sebastian Blasius einen Theaterabend, der sich mit Beuys‘ Wirken auseinandersetzt. Eine unterhaltsam-herausfordernde Inszenierung.


Bis auf Weiteres: / ganztags / Landestheater Niederbayern: Jean Genet: Die Zofen
(Video-on-Demand, kostenfrei)
2014 endete mit dem Auszug des Landestheaters Niederbayern nach über 170 Jahren die Theatertradition im Landshuter Bernlochner-Komplex, dem 1841 in Betrieb genommenen Theater. Nach fast sieben Jahren Abwesenheit eroberten die Künstler des Landestheaters nun das Gebäude für wenige Tage zurück und drehten darin die Aufzeichnung von Jean Genets modernem Klassiker. Inszenierung: Markus Bartl.


Bis auf Weiteres / ganztags / Utopia München: Cornel Franz und Markus Lehmann-Horn: Hotel Giesing – der Film
(Video-on-Demand, kostenfrei)   
Ein Singspiel, das im Herbst 2020 zweimal aufgeführt wurde. Doch dann kam der Lockdown und seine Schließungen. Deshalb ist der Film entstanden, ein bearbeiteter Mitschnitt der Uraufführung.


Bis auf Weiteres / ganztägig / Schaubühne Lindenfels Leipzig: Brodsky ... Ferngespräche
(Video-Stream, kostenfrei)
Neun Gedichte von Joseph Brodsky, verfilmt in neun Kapiteln mit einer Performerin, einem Musiker und einem Schauspieler in der Regie von René Reinhardt und Thadeusz Tischbein. Die neun Folgen werden im Februar immer donnerstags im Wochenrhythmus veröffentlicht und bleiben online.


Bis auf Weiteres / ganztägig / Theater Total Bochum: Der Weg riecht nach Frühling
(Video on demand, kostenfrei)
Eine Performance nach „Siddhartha” von Hermann Hesse. 


Bis auf Weiteres / Theater Osnabrück: Dominique Schnizer: Tödliche Entscheidung
(Video on demand, drei Folgen für 10€)
Die Theater-Web-Serie setzt sich im Format Ermittlungsthriller mit Fragen der Schuld auseinander und hinterfragt die Beweggründe seiner Figuren. Während des Live-Streams der Premiere hatte das Publikum die Möglichkeit, per Abstimmung via Internet direkten Einfluss auf den Verlauf der Handlung zu nehmen.


Bis auf Weiteres / Theater Osnabrück: Wolfram Lotz: Einige Nachrichten an das All
(Video on demand, kostenfrei)
Nach der Corona-bedingten Absage der Inszenierung schicken die Figuren des Stückes jetzt aus dem digitalen Universum ihre Nachrichten an das All. Ein Experiment im dezentralen Proben und Produzieren, vom künstlerischen Team selbst erdacht und realisiert – in der eigenen Wohnung, an öffentlichen Orten, in und um Osnabrück.
 

Bis auf Weiteres / Oper Halle: Mein Staat als Freund und Geliebte
(Video-Stream, kostenfrei)
Der Komponist und Aktionskünstler Johannes Kreidler schrieb diese Oper für Chor, Video, einen Schauspieler, einen dramatischen Tenor, Ballett, Orchester und Elektronik – angesichts des weltweit erstarkenden Nationalismus handelt es sich um eine Reflexion über Gemeinschaft, Massenbewegungen, Staatstheorien und Protest.


Bis auf Weiteres / Staatstheater Braunschweig: Gregor Zöllig: Tanzwärts!
(Video-Stream, kostenfrei) 
Virtual Edition: Gemeinsam einsam oder Im Innern das Draußen suchen. 
Sehr reizvoller Tanzfilm – unsere Kritik lesen sie hier: https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/wiedererwachte-lockdown-koerper


Bis auf Weiteres / Junge Ulmer Bühne: Johann Wolfgang von Goethe: Faust
(Video on demand, Ticket: 5 Euro)
Der Arbeitskreis Junges Theater Baden-Württemberg präsentiert mit der Website theater-stream.de die Möglichkeit, einige Angebote der regionalen Bühnen online zu schauen. Initiiert und organisiert von der Jungen Ulmer Bühne präsentieren 13 baden-württembergische Theater, vom Staatstheater bis zu Bühnen der freien Szene, Live-Streams und Theaterfilme on Demand, die exklusiv für diese Plattform produziert werden und vor allem für den Einsatz im schulischen Rahmen geeignet sein sollen. Gestartet wird mit der verfilmten „Faust“-Inszenierung von Sina Baajour – ab 15 Jahren.


Bis auf Weiteres / NDR Radiophilharmonie: Peer Gynt: Solveigs Lied
(Video-Stream, kostenfrei)
Corinna Harfouch schlüpft in dieser Videoproduktion der NDR Radiophilharmonie in die Rolle der Solveig und stellt in ihrem Monolog die Perspektive einer liebenden Frau auf einen zerrütteten Charakter in den Mittelpunkt. Ihre melancholischen Betrachtungen sind eingebettet in die musikalischen Sätze der Peer-Gynt-Suiten von Edvard Grieg. Gespielt von der NDR Radiophilharmonie unter Leitung von Hossein Pishkar.
 

Bis auf Weiteres / ganztags / Landestheater Detmold: E. T. A. Hoffmann: Der Sandmann
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Die Inszenierung der Geschichte des Studenten Nathanael, der als Erwachsener von verdrängt geglaubten Kindheitserinnerungen heimgesucht wird, hat Regisseur Benedikt Grubel im Grabbe-Haus herausgebracht, nun wurde sie auf der großen Bühne des Landestheaters verfilmt.


Bis auf Weiteres / Junge Ulmer Bühne: Odysseus – frei nach Homer
(Video on demand, Ticket: 5 Euro)
Mit einem Audi 80 ausgestattet und einem Schauspieler und einer Schauspielerin besetzt, drehte das Team um Regisseurin Sina Baajour für alle ab zehn Jahren ein Roadmovie im Theaterlager. Die Teppiche werden zum „Ort des Versprechens nach dem Paradiese“, das Hochregal zur Südspitze der Peleponnes und dem Platz der Winde, das blutige Kriegstreiben zum kurzen Figurentheater mit Playmobilfiguren …


Bis auf Weiteres / Theater Osnabrück: Julian Mahid Carly: Verbindungtsfehler
(Video-Stream, kostenfrei)
„Verbindungsfehler" ist das Gewinnerstück des Osnabrücker Dramatikerpreises 2019 und kommt als Online-Premiere zur Uraufführung. Das Siegerstück wurde aus 133 anonymen Einsendungen ausgewählt. Ursprünglich im Emma-Theater geplant findet die Uraufführung nun im Digitalen Theater statt. Inszenierung: Rieke Süßkow. Kamera, Schnitt, Animation: Jan Riesenbeck.


Bis auf Weiteres / ganztägig / Dresden Frankfurt Dance Company: #Alterego / Ich bin deutscher Expressionismus
(Videos in demand, kostenfrei)
Eine Reihe von 15 künstlerischen Kurzvideos, die während des Lockdowns von den Tänzern selbst konzipiert und zu Hause umgesetzt wurden.


Bis 31.07.2020 / Theater Koblenz: Richard Wagner: Die Walküre, 1.Akt 
(Stream, Ticket ab 5 €)
Konzertante, reduzierte Version unter Beachtung der aktuell geltenden Bestimmungen. Mit vier Kameras wurde dieses Opernkonzentrat für Klavier, Pauke und Violoncello aufgezeichnet. Hier gibt es weitere Streams vom Theater Koblenz.


Bis 31.07.2020 / Theater Koblenz: Steffen Fuchs: Nicht mit dir und nicht ohne dich
(Video-Stream, Ticket ab 9€)
Steffen Fuchs choreographiert coronagemäß 15 Soli für 15 Tänzer – zur Musik von Johann Sebastian Bach: Stephanie Zimmer spielt die „Goldberg-Variationen" in der Version für Harfe. Hier gibt es weitere Streams vom Theater Koblenz.


Bis 31.7.2021 / ganztägig / Theater Koblenz: Richard Strauss: Der Rosenkavalier (Ausschnitte)
(Video on demand, Tickets: 9 Euro)
Monica Mascus, Haruna Yamazaki und Hana Lee präsentieren eine knappe Stunde musikalischer Höhepunkte aus Richard Strauss‘ Werk und kehren damit in ihre Rollen als Feldmarschallin, Octavian und Sophie aus der 2017er-Inszenierung am Theater Koblenz zurück. Eigens für die Online-Produktion wurde eine kammermusikalische Fassung für zwei Klaviere, Celesta und Harfe gefertigt.


Bis 4.1.2022 / ganztags / Staatstheater Braunschweig: Toshio Hosokawa: Hanjo
(Video-Stream, kostenlos)
Libretto von Toshio Hosokawa nach dem gleichnamigen Nō-Spiel von Yukio Mishima. In englischer Sprache mit deutschen Untertiteln. Operndirektorin und Regisseurin Isabel Ostermann will gemeinsam mit Ausstatter Stephan von Wedel mit Hilfe von filmischen Mitteln vor allem das Spannungsfeld der unterschiedlichen emotionalen Zustände und Wahrnehmungen in den Fokus rücken. Die Musikalische Leitung liegt bei Alexis Agrafiotis. Es singen Jelena Banković (Hanako), Milda Tubelytė (Jitsuko Honda) und Maximilian Krummen (Yoshio). Es spielt das Staatsorchester Braunschweig.


Bis 25.6.2022 / ganztags / Theater Hof: William Shakespeare: Der Sturm
(Video-on-Demand, kostenfrei)
Das Schauspiel-Ensemble sitzt im Theater Hof fest, draußen tobt Corona. Es herrscht Spielverbot vor Publikum, aber die Schauspieler*innen können nicht anders: Sie müssen spielen, wenn auch nur für sich selbst. Das Stück ihrer Wahl: Shakespeares „Sturm“. Regisseur Reinhardt Friese sagt über seine Produktion: „Wir haben versucht, aus der Not des Spielverbots eine Tugend zu machen, haben mit dem Film neues künstlerisches Terrain erobert und uns mit ganz einfachen, ursprünglichen theatralen Mitteln gleichzeitig ein Stückchen weiter in den digitalen Raum vorgetastet. Der Idee von Ausstatterin Annette Mahlendorf folgend kommen wir mit einer leeren Bühne und einem Haufen Kostüme aus, die über die Jahre in unseren hauseigenen Werkstätten für andere Produktionen angefertigt wurden und nun erneut Einsatz finden.“

 


 

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