Stream-Planer: Wer streamt was?

Von Ulrike Kolter am 23.11.2020 • Bild: Unsplash
Das Bild zeigt: Theater gucken vom Sofa – mit unserer Streaming-Liste


Welche Streaming-Angebote im deutschsprachigen Theater gibt es? Nutzen Sie unsere täglich aktualisierte Liste und schauen Sie Theater daheim! #stayathome  – solange es eben sein muss. Die Liste ist, ausgehend vom aktuellen Datum, nach unten in Richtung Zukunft sortiert. Vergangene Streaming-Angebote, die online noch abrufbar sind, finden Sie hier archiviert

 

23.11. bis 27.11.2020 / 18 – 22 Uhr / Staatstheater Augsburg: W – Eine Stadt sucht ihre Wohnung
(Live-Stream auf Twitch, kostenfrei)
Ein Work-In-Progress-Format auf der Online-Plattform Twitch, bei dem das Publikum im Chat Kontakt mit dem Team und den Schauspieler*innen der live entstehenden Webserie aufnehmen und sich selbst einbringen kann.
 

25.11.2020 bis 30.11.2020 / Theater Rampe Stuttgart: Ich bin nicht bereit, gerettet zu werden
(Video-Stream, kostenfrei)
Eine performative Collage über den Umgang mit der Corona-Pandemie. Marie Bues, Leiterin des Theaters Rampe, hat den Text von Sivan Ben Yishai mit der Autorin und dem Schauspieler Niko Eleftheriadis für das Kunstfest Weimar inszeniert.


25./27.11.2020 / 9.12.2020 / 19.30 Uhr / Maxim Gorki Theater: Yael Ronen & Ensemble: DEATH POSITIVE – STATES OF EMERGENCY
(Stream für 24h online, Ticket 3-10€)
Yael Ronen und ihr Ensemble geht auf Recherchereise ins Ungewisse der Krise: Die Erfahrung der Pandemie. Immer mittwochs ist für 24h eine neue Produktionen im GORKI STREAM zu sehen.


26./27./28.11.2020 / 18/21/15 Uhr / HAU Berlin: Gob Squad: Show Me A Good Time Episode 1 / 2 / 3
(Live-Stream, Tickets: 3 - 5€)
Das Künstlerkollektiv Gob Squad inszeniert Performances im Grenzbereich von Theater, Kunst und Medien. Als zeitreisende Forscher versuchen die Künstler in „Show Me A Good Time“ einige Schichten der fremdgewordenen Wirklichkeit freizulegen, um herauszufinden wie sich weitermachen lässt. 


26./28./29.11.2020 / 19.30 Uhr / Theater Ulm: Elfride Jelinek: Am Königsweg 
(Live-Stream, begrenztes Kontingent, Anmeldung unter abobuero@ulm.de) 
Regisseur Benjamin Junghans hat die Inszenierung für das Streamingformat entwickelt, so dass die Zuschauer ihr Seherlebnis aktiv mitgestalten können. Nach der Abwahl des US-Präsidenten Donald Trump will die Produktion der Frage nachgehen: Wohin führt der Weg, wenn die Saat, die Trump und seinesgleichen säen, immer wieder neu gedeiht.


27.11.2020 / 17 Uhr / Schauspiel Köln: Stefko Hanushevsky erzählt: Der große Diktator
(Video-Stream noch bis 29.11.20, Tickets: 1-100 €)
Monologreihe von Hausregisseur Rafael Sanchez und Autor Petschinka, in der Schauspieler anhand eines Kultfilms übers eigene Leben berichten. Charlie Chaplins Hitler-Parodie „Der große Diktator“ nutzt der österreichische Schauspieler Stefko Hanushevsky, um von sich als Führer, respektive Reiseführer zu berichten, der einst Touristen zu den Stätten des Nationalsozialismus führte.


27.11.2020 / 19 Uhr / Stuttgarter Ballett: Höhepunkte
(Live-Stream, noch bis Sonntag, 29. November)
Gleich drei tänzerische Höhepunkte streamt die Weltklasse-Compagnie: Jiří Kyliáns „Petite Mort” sowie dessen „Falling Angels” und Roland Petits ikonisches Kultwerk „Le Jeune Homme et La Mort”.
 

27.11.2020 / 18 Uhr / Schaubühne Berlin: Virginia Woolf: Orlando
(Video-Stream, kostenfrei, bis 30. November)
Katie Mitchell und Alice Birch untersuchen in einer Inszenierung, die Bühnengeschehen und Live-Video miteinander verbindet, Orlandos queere Reise durch verschiedene Jahrhunderte patriarchaler Menschheitsgeschichte.
 

27.11.2020 / 20 Uhr / Schaubude Berlin: Horror Vacui – Ein Einblick
Anmeldung zur Zoom-Konferenz: horrorvacui@annakpok.de 
(Projektpräsentation im Livestream, Ticket 5€)
Elf Autorinnen, drei Jahre, ein Text. Das Team des feministischen und digitalen Schreibprojekts Horror Vacui gibt einen Einblick in ihren Versuch des kollektiven Schreibens.
 

28.11.2020 / 15 Uhr / Theaterakademie August Everding: Arien zeigen
(Live-Stream, kostenfrei)
Studierende des Master-Studiengangs Musiktheater/Operngesang der Theaterakademie August Everding präsentieren Arien und Songs von Bellini, Gounod, Händel, Massenet, Mozart, Strauss und Weill – live aus dem Prinzregententheater München.
 

28.11.2020 / 18 Uhr / Bühnen Halle: Michal Sedláček und Ivo Nitschke: ART*HOUSE 
(Online-Premiere, Stream kostenlos für 24h)
Nitschkes Neukomposition ist in ihrer Rhythmizität genau auf die Bewegungssprache der Tänzer*innen zugeschnitten und entsteht in enger Absprache mit Michal Sedláček und dem Ballett.


28.11.2020 / 19.30 Uhr / Schauspiel Hannover: Der Ursprung der Welt - nach dem Comic von Liv Strömquist
(Video-Stream, kostenfrei, 36 Stunden lang online verfügbar)
Vier Spielerinnen führen durch die Kulturgeschichte und Anatomie der Vulva – als Einstiegsdroge in die feministische Auseinandersetzung mit patriarchalen Machtverhältnissen, wie Dramaturgin Friederike Schubert im Programmheft notiert. Regie führt Franziska Autzen.


28.11.2020 / 19.30 Uhr / Residenztheater München: Georg Büchner: Leonce und Lena 
(Video-Stream, kostenfrei, bis 30. November 2020)
Die 2017er-Produktion des Theaters Basel wurde mit zwei Umbesetzungen von Hausregisseur Thom Luz nach München transferiert, die Süddeutsche Zeitung nannte sie „eine kluge Schule in der Akzeptanz des Unsinns“.


28.11.2020 / 19.30 Uhr / Theater Chur: Nassim Soleimanpour: White Rabbit Red Rabbit
(Live-Stream, Ticket CHF 5)
Der Theatertext des iranischen Autors ist ein Plädoyer für die Demokratie: Nassim Soleimanpour durfte sein Heimatland Iran für zwei Jahre nicht verlassen und schrieb in der Isolation den Text. Der Abend findet ungeprobt und ohne Regieanweisungen statt, es ist für den Schauspieler ein Sprung ins Ungewisse.


28.11.2020 / 20:15 Uhr / Lichthof Theater Hamburg: A FEW WORDS FOR A WOMAN TO SING
(UA im Stream, Ticket 8-18€)
Musik, Schauspiel, Gesang und Videos bilden die Musikperformance zu einem Ereignis, das nie stattgefunden hat. Ein posthumes Empowerment über die Sängerin Cathy Berberian von picnic.


29.11.2020 / 16 Uhr / Staatstheater Darmstadt: Alaaddin und die Wunderlampe
(UA im Livestream, Ticket 3-10 €)
Die berühmteste Geschichte aus 1001 Nacht – hier aus der Feder des französischen Übersetzers Antoine Galland​​​, neu erzählt als ein gemeinsames Spielen und Erinnern. Die Vorstellung wird um eine Einführung mit den Darstellern und ein Nachgespräch ergänzt.


29.11.2020 / 11 Uhr / Thalia Theater Hamburg: Verleihung des 40. Boy-Gobert-Preises
(Live-Stream, kostenfrei)
Die Körber-Stiftung verleiht den mit 10.000 Euro dotierten Boy-Gobert-Preis an Josefine Israel. Die 29-jährige Schauspielerin ist seit 2015/2016 Ensemblemitglied am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und erhält die Auszeichnung als herausragende Nachwuchsschauspielerin. 


29.11.2020 / 20 Uhr / Deutsches Schauspielhaus Hamburg: Anna Karenina – allerdings mit anderem Text und auch anderer Melodie
(Live-Stream, Ticket für 6,50€)
Hommage an den Roman von Lew Tolstoi und seine Protagonistin, die im Verstoß gegen gesellschaftliche Gepflogenheiten an ihrer leidenschaftlichen Liebe zu einem anderen als ihrem Ehemann zugrunde gehen muss. Regie: Barbara Bürk und Clemens Sienknecht.
 

02.12./6.12.2020 / 10 Uhr / 15 Uhr / Schaubude Berlin: Die Schneekönigin – Gastspiel des Theaters Miamou
(Live-Stream, Ticket 5€)
Figurentheater nach einem Märchen von Hans Christian Andersen. Eine Geschichte über die Kraft einer großen Freundschaft sei zu erleben. Für Kinder ab 5 Jahren.
 

02.12.2020 / 19 Uhr / Theater Aachen: Dominik Breuer und Inge Zeppenfeld: Lokal Europa
(Interaktives Theater im Live-Stream, Ticket ab 12,50€)
Ein theatrales Planspiel über globale Systeme, lokale Nachbarschaft und afrikanische Hühner. Einen Abend lang sind die Teilnehmer Entscheidungsträger großer Beschlüsse.
 

4.12.2020 / 18 Uhr / Berliner Ensemble: Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder
(Stream, kostenfrei für eine Woche online)
Das Berliner Ensemble bringt on demand eine historische Brecht-Produktion pro Monat kostenlos im Stream. Diesmal eine Inszenierung von Bertolt Brecht und Erich Engel von 1949.
 

4./5./6.12. 2020 / 17 und 20 Uhr / HAU Berlin: Machina Ex: Homecoming 
(Live-Stream-Game, Tickets 8 bis 13€)
Die Theatergruppe Machina Ex präsentiert ihr zweites Wohnzimmer-Game. In „Homecoming” bleiben die Zuschauer gemeinsam zuhause. Von dort machen sie sich auf, um im Internet, in Live-Performances und Chat-Verläufen eine Geschichte zu erkunden.


5.12.2020 / 20 Uhr / Schaubude Berlin: Frau Holle außer Kontrolle
(Live-Stream, Tickets für 5€)
Das Grimm’sche Märchen wird mit diesem Maskentheater provoziert von einem Mann, der vier Frauen sowie einen Hahn verkörpert und die Frage stellt: Könnte Faulheit vielleicht doch die Welt retten?


02./30.12.2020 / 19:30 Uhr / Maxim Gorki Theater: Sibylle BergUnd sicher ist mit mir die Welt verschwunden
(Video-Stream, Ticket 3-10 €, 24 Stunden online)
Sebastian Nübling inszeniert den vierten und letzten Teil der Saga, die Sibylle Berg als Bilanz einer Generation im Neoliberalismus geschrieben hat. Mit englischen Untertiteln.
 

8./16.12.2020 / 19.30 Uhr / Residenztheater München: Ein Versuch nach Lenz von Georg Büchner
(Live per Zoom-Konferenz, Ticket 15€)
Zur Vorstellung wird in die Theatergarderobe von Schauspielerin Lisa Stiegler geladen. Die Zuschauer sind gebeten, ihre Kamera und ihr Mikrofon während des Streamings einzuschalten und so als wesentlicher Teil der Vorstellung präsent zu sein. Im anschließenden Gespräch besteht die Gelegenheit, sich mit der Darstellerin auszutauschen.
 

10.12.2020 / 20 Uhr / Schaubühne Lindenfels, Leipzig: The cockpit collective
(Live per Zoom, Ticket 5€)
Es wird zum „digitalen Interface Theater” geladen. Live per Zoom sollen Zuschauer mit bekannten Personen ins Gespräch kommen und mit ihnen über mögliche Zukünfte spekulieren. Zur Premiere mit dabei: Gustav Hartmann (Der eiserne Gustav), Hedy Lamarr, Karl May, Elon Musk und Katarina Witt.
 

12.12.2020 / 19.30 Uhr / Theater Osnabrück: Johann Wolfgang von Goethe: Götz von Berlichingen
(Live-Stream der Premiere, kostenfrei, anschließend als Video on demand mit Bezahlschranke)
Regisseur Daniel Foerster will anhand des Klassikers heutige gesellschaftliche Umbrüche untersuchen und die Frage nach der Freiheit neu stellen.


16./30.12.2020 / 19:30 Uhr / Maxim Gorki Theater: Kevin Rittberger: Schwarzer Block
(Video-Stream, Ticket 3-10 €, 24 Stunden online)

Rittberger hat anderthalb Jahre lang die Geschichte des antifaschistischen Kampfes in Deutschland recherchiert und aus dem Material ein dramatisches Gedicht verfasst. Regisseur Sebastian Nübling versuchte, mit 14 Schauspielern die politischen Aktionen in einen abstrakten Theaterraum zu übertragen. Mit englischen Untertiteln.


23.12.2020 / 19:30 Uhr / Maxim Gorki Theater: Berlin Oranienplatz, 1. Teil der Stadt-Trilogie
(Video-Stream, Ticket 3-10 €, 24 Stunden online)
90 Jahre nach dem Erscheinen von Alfred Döblins „Berlin Alexanderplatz“ schreibt Hakan Savaş Mican mit „Berlin Oranienplatz“ eine neue Geschichte über das zeitgenössische Berlin. Er erzählt mit Schauspielszenen, Videobildern und Live-Musik. Mit englischen Untertiteln.
 

Noch bis 6.12.2020 / Schauspielhaus Bochum: William Shakespeare: Hamlet
(Stream der TV-Aufzeichnung, kostenfrei)
War schon der Streaming-Hit bei der diesjährigen Online-Ausgabe des Theatertreffens: In Johan Simons' Inszenierung spielt Sandra Hüller den Hamlet.


Noch bis 31.12.2020 / Theater Koblenz: Steffen Fuchs: Nicht mit dir und nicht ohne dich
(Video-Stream, Ticket ab 9€)
Steffen Fuchs choreographiert coronagemäß 15 Soli für 15 Tänzer – zur Musik von Johann Sebastian Bach: Stephanie Zimmer spielt die „Goldberg-Variationen" in der Version für Harfe.


Noch bis 31.12.2020 / Theater Koblenz: Duncan Macmillan: All das Schöne
(Video-Stream, Ticket ab 9€)
Die Inszenierung Matthias Fontheims in den Katakomben unter dem Restaurant Circus Maximus wurde den aktuellen behördlichen Vorgaben entsprechend adaptiert und für den Online-Spielplan aufgezeichnet. David Prosenc spielt den Blick zurück eines jungen Erwachsenen auf eine Zeit, als die Mutter immer wieder Selbstmordversuche unternahm und der Sohn als Hoffnungsakzent eine Liste mit alldem verfasste, was an der Welt schön ist.


Noch bis 31.12.2020 / Theater Koblenz:  Ein Schaf fürs Leben
(Video-Stream, Ticket ab 5€)

In dem Puppentheater nach dem Kinderbuch von Maritgen Matter regen Wolf und Schaf mit ihrer gelebten Freundschaft zum Nachdenken über Mut und Vertrauen an, aber auch über Verlust und das Loslassen.


Noch bis 31.12.2020 / Théâtre Royal de La Monnaie in Brüssel: Erich Korngold: Die tote Stadt
(Video-Stream, kostenfrei)
Regisseur Mariusz Treliński hat sein 2017 an der Warschauer Opera Naradowa realisiertes Inszenierungskonzept unter Corona-Bedingungen für die Brüsseler Oper neu gestaltet. Da bis zum Lockdown in Belgien nur zwei Vorstellungen stattfinden konnten, entschloss sich das künstlerische Team zur Online-Präsentation.


Bis auf Weiteres / Theater Osnabrück: Dominique Schnizer: Tödliche Entscheidung
(Video on demand, drei Folgen für 10€)
Die Theater-Web-Serie setzt sich im Format Ermittlungsthriller mit Fragen der Schuld auseinander und hinterfragt die Beweggründe seiner Figuren. Während des Live-Streams der Premiere hatte das Publikum die Möglichkeit, per Abstimmung via Internet direkten Einfluss auf den Verlauf der Handlung zu nehmen.
 

Bis auf Weiteres / Theater Osnabrück: Wolfram Lotz: Einige Nachrichten an das All
(Video on demand, kostenfrei)
Nach der Corona-bedingten Absage der Inszenierung schicken die Figuren des Stückes jetzt aus dem digitalen Universum ihre Nachrichten an das All. Ein Experiment im dezentralen Proben und Produzieren, vom künstlerischen Team selbst erdacht und realisiert – in der eigenen Wohnung, an öffentlichen Orten, in und um Osnabrück.


 

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