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Videos: Viktors Nachtstücke: Die Zoom-Konferenz

Von Tatjana Gürbaca am 18.12.2020 • Bild: Tatjana Gürbaca
Das Bild zeigt: Die Zoom-Konferenz: Viktors einziges Tor zur Welt

Zu den vielen Künstlern, die Corona der Arbeit und der sozialen Kontakte beraubt hat, gehört auch die Opernregisseurin Tatjana Gürbaca. Ihre Antwort auf die Krise heißt: Viktor, Ausgeburt schlafloser Nächte und unausgelebten Schaffensdrangs. Viktor fristet seine Existenz als Vampir, dem der blutige Nachschub abhandengekommen ist. Nähe ist natürlich auch ihm verboten. Verurteilt zur Einsamkeit, begibt er sich, wie so viele andere auch, auf die Suche nach neuer Erfüllung. Wir begleiten ihn bei seinen Abenteuern am Rande der Dunkelheit – die ihn diesmal ins Internet führen. Oder vermutlich eher ins Darknet, bei der Verwandtschaft. Aber schauen Sie selbst: Auch für Viktor ist das einzige Tor zur Welt –„Die Zoom-Konferenz“.

Interview mit Tatjana Gürbaca über Viktor

 

Foto Tatjana

Tatjana Gürbaca, geboren 1973 in Berlin, studierte Regie an der Hochschule für  Musik und Tanz „Hanns Eisler“ in Berlin. Sie besuchte Meisterkurse bei Ruth Berghaus und etablierte sich nach dem Gewinn des Ring.Award im Jahr 2000 als Musiktheaterregisseurin. 2011 bis 2014 war sie Operndirektorin in Mainz. Tatjana Gürbaca inszeniert an renommierten europäischen Häusern, etwa in Antwerpen, Bremen, Essen, Köln, Oslo, Wien und Zürich. Im März holte sie am Opernhaus Covent Garden in London die Coronakrise ein: Kurz vor der Premiere wurden die Proben zu ihrer „Rusalka“-Inszenierung gestoppt. Auch ihre Inszenierung von Korngolds „Die tote Stadt“ an der Oper Köln kann derzeit nur als  Stream gezeigt. Aber immerhin, Tatjana Gürbaca probt gerade: Am Theater Bremen wird sie eine Inszenierung von Janáčeks „Schlauem Füchslein“ herausbringen – wann auch immer, wie auch immer...