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Videos: Viktors Nachtstücke: Das Warten auf den Schnee

Von Tatjana Gürbaca am 05.02.2021 • Bild: Tatjana Gürbaca
Das Bild zeigt: Viktor wartet auf den Schnee

Eine unsichtbare Grenze geht mitten durch Deutschland. Der eine Teil hat Schnee im Überfluss, der er andere kennt die weiße Pracht nur aus der Tagesschau. Oder aus dem Breughel-Bildband – so wie der kleine Vampir Viktor, der der Phantasie der Opernregisseurin Tatjana Gürbaca entsprungen ist. Auch sie gehört zu den vielen Künstlerinnen und Künstlern, die Corona der Arbeit und der sozialen Kontakte beraubt hat. Viktor ist ihre Antwort auf die Krise: Ausgeburt schlafloser Nächte und unausgelebten Schaffensdrangs. Vereinsamt im Kontaktverbot, fristet Viktor sein ewiges Leben, dessen Sinn ihm ebenso abhanden gekommen ist wie sein blutiges Lebenselixier. Mit unserer Videoserie „Viktors Nachtstücke“ begleiten wir Tatjana Gürbacas Phantasie-Vampir bei seinen Abenteuern am Rande der Dunkelheit.

Interview mit Tatjana Gürbaca über Viktor

 

Foto Tatjana

Tatjana Gürbaca, geboren 1973 in Berlin, studierte Regie an der Hochschule für  Musik und Tanz „Hanns Eisler“ in Berlin. Sie besuchte Meisterkurse bei Ruth Berghaus und etablierte sich nach dem Gewinn des Ring.Award im Jahr 2000 als Musiktheaterregisseurin. 2011 bis 2014 war sie Operndirektorin in Mainz. Tatjana Gürbaca inszeniert an renommierten europäischen Häusern, etwa in Antwerpen, Bremen, Essen, Köln, Oslo, Wien und Zürich. Im März holte sie am Opernhaus Covent Garden in London die Coronakrise ein: Kurz vor der Premiere wurden die Proben zu ihrer „Rusalka“-Inszenierung gestoppt. Auch ihre aktuelle Inszenierung von Korngolds „Die tote Stadt“ an der Oper Köln kann nur als  Stream gezeigt. Und ihre Poben zu Janáčeks „Schlauem Füchslein“ am Theater Bremen wurden Anfang Januar ebenfalls wieder eingestellt. Termin zur Fortsetzung: noch unbekannt…