Boris Blacher: Preußisches Märchen

Gespeichert von Roland H. Dippel am Mo., 30.03.2020 - 20:09

Das Streaming-Angebot der Bühnen, das dem verbannten Publikum über die Corona-bedingte Theaterquarantäne hinweghelfen soll, zeigt eine breite Palette möglicher Formate: Von der live gefilmten aktuellen Premiere unter Ausschluss des leibhaftigen Publikum, die nur mehr via Stream das Licht der Öffentlichkeit erblickt, über neue, speziell auf die Situation zugeschnittene Formate zwischen Film und Theater bis hin zu gut abgelagerten Archiv-Entdeckkungen, die die Zuschauer zum Abtauchen in die Rezeptionsgeschichte des gezeigten Werks und seiner Welt einladen.

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Braucht die Welt noch Helden?

Sascha wandert durch die Leben seiner Eltern, Großeltern und durch sein eigenes. Er nimmt Anteil, aber er ändert natürlich nichts, denn es ist ja alles schon entschieden und geschehen. Geschichte kann man nicht…

Stream  •  Berlin  •  2013-02-28  •  Deutsches Theater Berlin
Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts

Geburt der Legende

So also sah die Geburt der Legende aus – Anfang 1949 inszenierte Bertolt Brecht im Berlin der allerersten Nachkriegsjahre die gut zehn Jahre zuvor entstandene „Chronik aus dem dreißigjährigen Krieg“, die den…

Stream  •  Berlin  •  1949-01-11  •  Berliner Ensemble
Bertolt Brecht: Mutter Courage und ihre Kinder

Teuflisches Machtspiel

„Mephistoland“ – geschrieben von den drei Ungarn András Dömötör, Kornél Laboda und Albert Benedek in der Regie von András Dömötör – feierte bereits 2016 Premiere am Berliner Maxim Gorki Theater. Ich schaue mir, wie…

Stream  •  Berlin  •  2016-06-09  •  Maxim Gorki Theater
András Dömötör, Kornél Laboda, Albert Benedek : Mephistoland

Theatertreffen virtuell: Inspirationsquelle Störfaktor

Gerade jetzt, wo menschliche Kontakte auf die Kernfamilie reduziert sind, funktioniert das Theater als Sehnsuchtsraum in der „Chinchilla Arschloch, waswas. Nachrichten aus dem Zwischenhirn“-Produktion von Helgard Haug …

Stream  •  Berlin  •  2019-04-11  •  Theatertreffen virtuell/Schauspiel Frankfurt, Künstlerhaus Mousonturm
Rimini Protokoll (Helgard Haug): Chinchilla Arschloch, waswas

Theatertreffen virtuell: Panisch-groteske Gesellschaft

Junge drahtige Männer mit Rock-’n‘-Roll-Tolle und fett-feiste Väter mit Cowboyhut und -stiefeln, Aufbruchsstimmung versus patriarchales Machotum. Hinzu gesellen sich zwischen Keuschheitsgebot, Lebenslust und der…

Stream  •  Berlin  •  2019-04-06  •  Theatertreffen virtuell/Schauspiel Leipzig
Tennessee Williams: Süßer Vogel Jugend

Theatertreffen virtuell: Schlichte Bilderfolge

Dass das Theatertreffen auch ganz anders kann, als bemerkenswert gute Dramentexte in bemerkenswert präzise interpretierenden Inszenierungen zu zeigen, beweist der dritte zum Streamen freigeschaltete…

Stream  •  Berlin  •  2019-09-26  •  Theatertreffen virtuell/Münchner Kammerspiele
Ensemble: Die Kränkungen der Menschheit

Theatertreffen virtuell: Drei Frauentragödien

Eingeholt von schmerzhaften Erinnerungen, Ängsten, erbarmungslosen Selbstzweifeln – macht sich ganz tief drinnen eine immer wieder überwältigende Antriebslosigkeit breit. Niedergeschlagenheit.  Ein Sich-Selbst…

Stream  •  Berlin  •  2019-10-17  •  Theatertreffen virtuell/Deutsches Schauspielhaus Hamburg
Alice Birch: Anatomie eines Suizids

Theatertreffen virtuell: Hamlets doppelte Einsamkeit

Eine Theaterkritiker-Jury hat in den vergangenen 66 Wochen 432 Inszenierungen in 56 deutschsprachigen Städten besucht und „zehn bemerkenswerte“ Produktionen für das Theatertreffen 2020 ausgewählt. Die 57. Veranstaltung…

Stream  •  Berlin  •  2019-06-15  •  Theatertreffen virtuell/Schauspielhaus Bochum
William Shakespeare: Hamlet

Luigi Cherubini: Médée

Gespeichert von Roland H. Dippel am Mo., 27.04.2020 - 16:09

Entlarvung fatal: Zu Beginn sieht man mit Großaufnahme in den Orchestergraben, was man im Theater nur von Plätzen auf den Rängen wahrnimmt. Das trägt hier kaum bei zu jener steilen Erregungs- und Erschütterungskurve, die Luigi Cherubinis Oper aus dem Jahr 1797 haben sollte. Daniel Barenboims müde Zeichengebung scheint den starr bis stur auf die Noten blickenden Musikern der präzisen Staatskapelle Berlin kaum Impulse zu entlocken.

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