Erfolgreich mit Verdi: Der Regisseur Andreas Homoki

Von Detlef Brandenburg am 17.04.2019 • Bild: Detlef Brandenburg

Ausnahmsweise mal nicht Wolfgang Amadeus Mozart, der ewige Darling der Opernbesucher, sondern Giuseppe Verdi hat in der Saison 2017/18 die meisten Zuschauer erreicht. Und unter den Verdi-Regisseuren war Andreas Homoki derjenige, der mit seinen Inszenierungen die meisten Besucher angezogen hat. Ein guter Grund für mich, nach Zürich zu reisen und den erfolgreichen Regisseur nach seinem Verhältnis zu diesem Komponisten zu befragen.

 

Nicht von Verdi: Alphornklänge zur Begrüßung in Zürich

Und Zürich begrüßte mich – sorry, das ist jetzt ein Klischee, aber was wahr ist, muss wahr bleiben – Zürich begrüßte mich also zünftig mit Alphornklängen.

 

Zürichs Zuckerbäckeropernhaus an der Goldküste des Zürichsees

Aber ich musste, nachdem die Deutsche Bummelbahn mich mal wieder mit ihrem allfälligen Verspätungs-Kuddelmuddel auf Trab gebracht hatte, schleunigst zum Opernhaus, wo Homoki seit 2012 Intendant ist. Er hat das noble Haus an der „Goldküste“ des Zürichsees für jüngere Regisseure und durch neue Formate auch für breitere Publikumsschichten geöffnet. Und er inszeniert nach wie vor selbst.

 

Der Regisseur und sein Turm

Hier steht Andreas Homoki sozusagen neben dem Turm seines Œuvres: Jeder Holzstab bedeutet eine Inszenierung, obenauf liegt „L forza del destino“, die er im vergangenen Jahr in Zürich herausgebracht hat. Bald wird eine weitere Verdi-Etage den Turm ergänzen: Am 23. Juni kommt in Zürich Homokis „Nabucco“-Inszenierung heraus. Am Pult steht Fabio Luisi, der Generalmusikdirektor des Hauses, für Bühne und Kostüme sorgt Homokis alter künstlerischer Weggefährte Wolfgang Gussmann. Allein die Sängerbesetzung macht Lust auf die Produktion: Michael Volle singt die Titelpartie, seine Töchter Abigaille und Fenena werden von Catherine Naglestad und Veronica Simeoni verkörpert, den Ismaele gibt Benjamin Bernheim, Georg Zeppenfeld ist der sinistre Hohepriester Zaccaria.

 

Andreas Homoki über Giureppe Verdi

Andreas Homoki hat sich gefreut über den Erfolg seiner Verdi-Inszenierungen. Im Video deutet er an, was ihn an diesem Komponisten so gut gefällt, dass er immer wieder zu ihm zurückkehrt. Genauer hat er mir das dann in einem ausführlichen Interview erläutert. Wir veröffentlichen es im unserem Juli-Heft, im Rahmen eines Themen-Schwerpunktes zu den Zuschauer- und Aufführungszahlen der Werkstatistik „Wer spielte was?“ 2017/18 unseres Herausgebers, des Deutschen Bühnenvereins, die wir ein bisschen genauer durchleuchten und erläutern wollen.