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Viktors Nachtstücke: Der Rausch

Von Tatjana Gürbaca am 23.01.2021 • Bild: Tatjana Gürbaca
Das Bild zeigt: Prost Viktor!

Zu den vielen Künstlern, die Corona der Arbeit und der sozialen Kontakte beraubt hat, gehört auch die Opernregisseurin Tatjana Gürbaca. Ihre Antwort auf die Krise heißt: Viktor, Ausgeburt schlafloser Nächte und unausgelebten Schaffensdrangs. Viktor fristet seine Existenz als Vampir, dem im Lockdown der blutige Nachschub ebenso abhanden gekommen ist wie der Sinn seines ewigen Lebens. Mit unserer Videoserie „Viktors Nachtstücke“ begleiten wir Tatjana Gürbacas Phantasie-Vampir bei seinen Abenteuern am Rande der Dunkelheit. Zuletzt hatten wir mit ihm Weihnachten gefeiert und waren gemeinsam ins neue Jahr aufgebrochen. Aber noch immer ist kein Ende des Lockdowns abzusehen, und die Weihnachts-Deko ist auch noch nicht abgebaut. So trinkt Viktor sich in diesem 14. Nachtstück den Winter schön. Nicht zur Nachahmung empfohlen, auch nicht für Nicht-Vampire!

Interview mit Tatjana Gürbaca über Viktor

 

Foto Tatjana

Tatjana Gürbaca, geboren 1973 in Berlin, studierte Regie an der Hochschule für  Musik und Tanz „Hanns Eisler“ in Berlin. Sie besuchte Meisterkurse bei Ruth Berghaus und etablierte sich nach dem Gewinn des Ring.Award im Jahr 2000 als Musiktheaterregisseurin. 2011 bis 2014 war sie Operndirektorin in Mainz. Tatjana Gürbaca inszeniert an renommierten europäischen Häusern, etwa in Antwerpen, Bremen, Essen, Köln, Oslo, Wien und Zürich. Im März holte sie am Opernhaus Covent Garden in London die Coronakrise ein: Kurz vor der Premiere wurden die Proben zu ihrer „Rusalka“-Inszenierung gestoppt. Auch ihre aktuelle Inszenierung von Korngolds „Die tote Stadt“ an der Oper Köln kann nur als  Stream gezeigt. Und ihre Poben zu Janáčeks „Schlauem Füchslein“ am Theater Bremen wurden Anfang Januar ebenfalls wieder eingestellt. Termin zur Fortsetzung: noch unbekannt…